Timisoara

Timisoara (Temeswar bzw. Temeschburg) trägt dank der barocken und klassizistischen Altstadt auch den Namen „Klein Wien“. Timisoara erlebte seine Blütezeit nach dem Abzug der Türken 1718 unter Habsburgischer Herrschaft.

An der Piata Unirii (Dom- bzw. Einheitsplatz) stehen sich die von Fischer von Erlach erbaute barocke Catedrala Romano-Catolica und die ebenfalls barocke Catedrala Sarbeasca (Serbische Kathedrale) gegenüber. In der Mitte die nach der Überwindung der Pest 1740 errichtete Dreifaltigkeitssäule, auch Pestsäule genannt. Vollendet wird der Platz von stattlichen barocken Patrizier- und Verwaltungspalästen: Das Nikolaus-Lenau-Gymnasium von 1761, das Vicarhaus 18. Jh., der Palatul Vechii Prefecturi (Gouverneurspalast, 18.Jh.).

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt Timisoara sind die Primaria Veche (Altes Rathaus, 1743), die als Banater Museum genutzte Bastei (1730) sowie die Palais Emmer und Brück im Stil der Wiener Sezession.

Am 16. Dezember 1989 nahm von der Piata Victoriei (Siegesplatz) die Rumänische Revolution ihren Anfang mit der Declaratia de Timisoara, die zum Sturz des Ceaucescu-Regimes führte. Noch heute erinnern an dem schlichten Holzkreuz neben dem Theater brennende Kerzen und Blumen an die Hunderte von Opfer des Aufstandes in Timisoara.

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